Reisende, die Flüge nach Ho-Chi-Minh-Stadt buchen, sind nach ihrer Ankunft zuweilen sehr überrascht. In Ho-Chi-Minh-Stadt herrscht reges Treiben, geht es überaus geschäftig zu und manchmal scheint die Stadt förmlich aus allen Nähten zu platzen. Das Stadtzentrum ist voll mit Straßenverkäufern, Cafés und von Familien betriebenen Souvenirläden, die hart ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Vergessen Sie bei all diesem regen Treiben jedoch nicht den Verkehr, der fatal sein kann: Im Verkehrschaos von Ho-Chi-Minh-Stadt sind täglich drei Millionen Motorräder auf den Straßen unterwegs.
Ho-Chi-Minh-Stadt liegt am Saigon-Fluss und ist mit ihren über acht Millionen Einwohnern Vietnams Handels- und Industriezentrum. Die bis 1970 als Saigon bekannte Stadt wird auch heute noch oft von Touristen und Vietnamesen bei ihrem alten Namen genannt. Die Stadt hat eine turbulente Vergangenheit, die sich in ihrer Architektur widerspiegelt: eine Mischung von Gebäuden aus der Zeit der französischen Kolonialherrschaft, Pagoden und Tempeln und wuchtigen Betonblöcken im Kommunismus-Stil. Ho-Chi-Minh-Stadt ist wesentlich jünger als die ehrwürdige Stadt Hanoi; sie erreichte erst im 17. Jahrhundert eine bedeutende wirtschaftliche Größe und seitdem wächst sie beständig weiter. In der ganzen Stadt werden unerlässlich moderne Häuserblocks und Hochhäuser gebaut, was für noch mehr Lärm, Chaos und ständige Betriebsamkeit sorgt.