Kansas ist bekannt für seine geschwungenen Prärielandschaften mit endlosen Weizenfeldern, die unter dem weiten Himmel golden leuchten. Abgesehen von den Tornados, die das Gebiet immer wieder heimsuchen (und die bekannterweise Dorothy mit ihrem Hund Toto nach Oz gewirbelt haben), wirkt alles sehr friedlich.
Der Staat blickt jedoch auf eine turbulente Vergangenheit zurück, mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen weißen Siedlern und Ureinwohnern, sowie dem Grenzkrieg zwischen Gegnern und Befürwortern der Sklaverei, der auch als "Bleeding Kansas ("Blutendes Kansas")" bezeichnet wurde. Nach dem Bürgerkrieg erlebte die Landwirtschaft einen großen Aufschwung, der mit dem Einwandererstrom einherging – russische Mennoniten z. B. führten den Weizensamen ein, der Kansas zum Reichtum verhalf.
In der Zeit wurde auch der Wilde Westen mit dem Kansas-Trail geboren, auf dem Rinder von Texas durch den Staat gebracht wurden. Entlang dieser Route schossen gesetzlose Boomtowns mit Saloons aus dem Boden, in denen Landstreicher und verwegene Cowboys ihr Unwesen trieben. Die berühmteste dieser Städte, Dodge City, erinnert heute mit einer Nachbildung der Main Street und nachgestellten Schießereien an die ruchlose Vergangenheit. Östlich davon liegt Wichita, eine weitere Stadt auf diesem Trail. Mit einigen sehenswerten Museen und einem abwechslungsreichen Kulturprogramm mit jährlichen Jazz- und River-Festivals ist das Angebot für Touristen größer als in Topeka, der Hauptstadt.