In mancher Hinsicht werden sich Reisende, die einen Flug nach Namibia buchen, wie Adam und Eva im Garten Eden fühlen: Denn in diesem Land gibt es unzählige Wildtiere und Naturwunder, doch relativ wenig Menschen.
An der afrikanischen Atlantikküste gelegen blickt Namibia auf eine bewegte Geschichte zurück. Die Zeit als Deutsch-Südwestafrika von 1884 bis 1915 war für die Herero, Nama und Damara verheerend. Danach ging Namibia an Südafrika über, bis es 1990 schließlich seine Unabhängigkeit erklärte.
Noch heute ist der deutsche Einfluss in der Hauptstadt Windhoek an der Gestaltung der "Straßen", an den typischen Biergärten und Häusern aus der Kolonialzeit zu erkennen.
Im Norden Namibias liegt der Etosha-Nationalpark. Das Wildreservat, das 1907 begründet wurde, ist heute Heimat für 114 Säugetierarten, 340 Vogel-, 110 Reptilien- und 16 Amphibienarten.
Im Süden grenzt das Reservat an die Namib-Wüste, eine raue, doch beeindruckend schöne rote Dünenlandschaft. Sie erstreckt sich über 1.600 Kilometer die Skeleton Coast (Skelettküste) entlang. Den unheimlichen Namen trägt diese Küste, weil das von den Sanddünen immer weiter zurückgedrängte Meer immer wieder Schiffswracks zum Vorschein bringt.