Das ölreiche Venezuela mit den Nachbarstaaten Guyana, Brasilien und Kolumbien wurde 1499 vom italienischen Abenteurer Amerigo Vespucci entdeckt. Weil ihn die Pfahlbauten der Einheimischen an sein venezianisches Zuhause erinnerten, nannte er das Land kurzerhand “Klein-Venedig”. Heute finden Reisende, die nach Venezuela fliegen, ein Land vor, das wenig mit dem gemein hat, das Vespucci einst entdeckte. Dort, wo damals Hütten auf Stelzen standen, befinden sich jetzt luxuriöse Strandresorts vor der Kulisse aus üppigem Regenwald, und in der unermüdlich wachsenden Hauptstadt ragen gigantische Wolkenkratzer in den Himmel.
Die natürliche Schönheit Venezuelas sucht ihresgleichen. Der höchste Wasserfall der Welt, die längste Seilbahn, der größte See Südamerikas, geschweige denn die atemberaubenden Gipfel der Anden und die leuchtend weißen karibischen Strände fügen sich zu einem Reiseziel der Superlative zusammen. Trotzdem bleibt Venezuela eines der am wenigsten besuchten Länder Südamerikas. Warum? Je nachdem, wen Sie fragen, werden Sie eine unterschiedliche Antwort bekommen. Aber eines ist sicher: Touristen, die Flüge nach Venezuela buchen, werden nicht enttäuscht sein.