Die Stadt Warschau spiegelt in mancherlei Weise den Geist seiner Bewohner wider. Während des Zweiten Weltkriegs völlig zerstört und wieder aufgebaut – größtenteils in der sowjetischen zweckdienlichen Bauweise – bietet die polnische Hauptstadt nicht Schönheit allenthalben wie Krakau. Sie ist jedoch eine lebendige, zukunftsorientierte Stadt. Billige Flüge nach Warschau fliegen in steigendem Maße den Frederic-Chopin-Flughafen an, der nur 10 Kilometer außerhalb der Stadt liegt.
Die Geschichte der Altstadt reicht vom 13. bis ins 20. Jahrhundert. Sie ist eine Postkartenschönheit. Bemerkenswert an der Altstadt ist jedoch, dass das Gebiet während des Zweiten Weltkriegs bombardiert und dem Erdboden gleichgemacht wurde – die heutige Altstadt wurde beinahe komplett neu errichtet. Nach dem Krieg durchsuchten Freiwillige mit alten Karten und Bildern den Bauschutt nach wieder verwendbaren Ziegelsteinen und Ornamenten. Weitere Sehenswürdigkeiten sind beispielsweise das Königsschloss, die Sigismundsäule, der Markplatz und die Barbakane.
Eines der prägenden Wahrzeichen der Stadt ist der Kultur- und Wissenschaftspalast, ein "Geschenk" Stalins an die polnische Nation. Von vielen Einwohnern der Stadt wird der Palast gehasst. Zu den Denkmälern für die Gefallenen zählen das Grabmal des unbekannten Soldaten im Sächsischen Garten, das Denkmal für den Warschauer Aufstand und das ergreifende Denkmal des "Kleinen Partisanen" Maly Powstaniec, das an die Kinder erinnert, die im Warschauer Aufstand kämpften.