Die besten Work und Travel-Reiseziele
Ihr möchtet die weite Welt jenseits der Touristengebiete kennenlernen, das Budget für eine Rundreise ist aber zu knapp? Work & Travel, also arbeiten und reisen vor Ort, bietet die Möglichkeit, den Aufenthalt zu finanzieren und dabei das Land zu entdecken. Folgende Ziele gehören nicht ohne Grund zu den Klassikern:
Australien & Neuseeland
Zwischen Bergen, Vulkanen, Sandstränden, Fjorden, Gletschern, Wasserfällen, Regenwäldern und Metropolen macht arbeiten besonders viel Spaß. Erlebt die einzigartige Natur hautnah bei einem Ausflug in einen Nationalpark oder zum Great Barrier Reef und spürt die grenzenlose Freiheit Ozeaniens. Nicht umsonst ist Australien der Backpacking-Klassiker! Einen Job findet ihr schnell, die Wirtschaft ist von Backpackern abhängig und deren Stundenlohn liegt durchschnittlich bei zwölf australischen Dollar. Und: Wenn bei uns die ersten Schneeflocken fallen, beginnt dort der Sommer – ein weiterer Grund, die Tasche zu packen und ins Paradies zu fliehen.
Kanada
Kein Zweifel: Kanada ist das Ziel für Naturfreunde. Wandert durch üppige Berg- und Waldlandschaften oder erlebt eine spannende Kanufahrt durch die Wildnis. Mit der Sozialversicherungsnummer in der Tasche könnt ihr z. B. in der Skisaison jobben. Wenn ihr kein Working Holiday Visum erhaltet, könnt ihr in British Columbia Farmarbeit leisten. Dafür reicht ein Touristenvisum und ihr bekommt freie Kost und Logis von der Farmerfamilie.
Für den Work & Travel-Aufenthalt in Australien, Neuseeland, Kanada, Japan, Südkorea und Hongkong benötigt ihr ein „Working Holiday Visum“:
- Es ist ein Jahr gültig und wird euch nur einmal im Leben ausgestellt.
- Es berechtigt, bezahlte Gelegenheitsjobs von jeweils maximal sechs Monaten Dauer pro Job anzunehmen.
- Es kann online oder per Post beantragt werden. Voraussetzung dafür:
- Ihr seid zwischen 18 und 30 Jahre alt,
- Kinderlos,
- Deutscher Staatsbürger.
- Ihr habt mindestens 3000 Euro Taschengeld und
- Ein polizeiliches Führungszeugnis
USA
Es gibt viele Gründe für einen Work & Travel-Aufenthalt in den USA – 50, um genau zu sein. Die Bundesstaaten erstrecken sich über eine Fläche, die gut 27 mal größer ist als das Gebiet der Bundesrepublik. Die Mischung aus unberührten Naturwelten und aufregenden Metropolen machen die USA zum Backpacking-Paradies. Gebt Surfunterricht auf Hawaii, führt an LAs Stränden Hunde aus oder kocht in New Yorks Nobelrestaurants. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommt jeder buchstäblich auf seine Kosten.
Für einen Aufenthalt in den USA benötigt ihr das „J1-Visum“. Es gelten die gleichen Voraussetzungen wie für ein Working Holiday Visum, aber zusätzlich folgende Regeln:
- Zur Beantragung benötigt ihr das „DS-2019-Formular“.
- Ihr müsst in jedem Fall bereits eine Jobzusage aus den USA haben.
- Ihr dürft maximal 30 Tage vor Arbeitsbeginn einreisen.
Alternativen
Volunteering
Auch freiwillige Mitarbeit ist bereichernd. Vor allem die Südhalbkugel benötigt helfende Hände. Reist nach Sambia und unterstützt den Bau eines Krankenhauses. Betreut Kinder in Südamerikas Waisenhäusern, z. B. in Chile oder Peru. Helft in einem Naturpark in Ecuador oder Venezuela aus. Erteilt Sprachunterricht in thailändischen Schulen oder verbringt einen Sommer in einem amerikanischen Freizeitcamp.
Solange ihr kein Geld verdient, benötigt ihr kein spezielles, sondern lediglich ein Touristenvisum.
Aupair
Aupairs sollten nicht nur Spaß im Umgang mit Kindern und dem Familienleben haben, sondern auch über gute Sprachkenntnisse verfügen. Englischsprachige Staaten wie USA, Kanada, Australien und Großbritannien gehören deshalb zu den beliebtesten Zielen, aber auch Frankreich und Spanien stehen oben auf der Liste.
Nützliches für die Planung
- Bucht ein Versicherungspaket mit Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, und Gepäckschutz. Je nach Versicherer und Leistung kostet es zwischen 20 und 125 Euro monatlich.
- Erkundigt euch beim Hausarzt oder dem Tropeninstitut nach Impfungen und Medikamenten. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür.
- Auf Dauer ist es meist am günstigsten, ein WG-Zimmer zu mieten, auch, wenn es jeweils nur für einen Monat ist.
- Für ein paar Nächte auf der Durchreise könnt ihr auch bei Gastgebern auf dem Sofa übernachten. Auf Couchsurfing.org könnt ihr zu vielen Gastgebern Kontakt aufnehmen (mehr zum Thema Couchsurfing).
- In den Großstädten kann man über die Sommerferien in Studentenwohnheimen unterkommen.
- Für längere Aufenthalte lohnt sich die Anschaffung eines Transporters, der im Notfall eine Schlafmöglichkeit bietet.
Fühlt euch woanders einheimisch, ohne gleich auszuwandern. Nutzt die Chance, und so günstig werdet ihr niemals sonst eine Reise machen können.
Cheapflights Media Ltd
Aktualisiert März 2011