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Sichere Reise-Buchung im Internet

 

72 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren sind mittlerweile online, aber nur 33 Prozent nutzen das Internet um ihren Urlaub zu buchen. Das hat der VIR, Verband Internet Reisevertrieb e.V., in seiner neuesten Studie zum Online-Reisemarkt 2012 festgestellt. Warum informiert sich mehr als die Hälfte aller Deutschen sehr gerne über ihre nächste Urlaubsreise im Internet, bucht aber trotzdem lieber im Reisebüro?

Vielleicht, weil die Zahlung im Internet manchen ein bisschen unsicher erscheint. Die Kreditkartendaten online einzugeben kann schon ein bisschen nervenaufreibend sein. Wo schwirren die geheimen Nummern denn dann herum? Wer hat tatsächlich Zugriff darauf? Und riskiere ich, dass meine Daten geklaut werden? Wenn auch ihr zu den Personen gehört, die gegenüber einer Reise-Buchung im Internet aus Sicherheitsgründen skeptisch eingestellt sind, solltet ihr wissen: Eine Online-Buchung ist sehr sicher, wenn ihr ein paar einfache Regeln beachtet. Wir haben für euch recherchiert und mit Hilfe des Sicherheits-Experten Markus Linnemann vom Institut für Internet-Sicherheit eine Liste mit Sicherheits-Tipps für die online Reise-Buchung zusammengestellt.

1. Sichere Passwörter verwenden

Mag ja sein, dass der Name eures Haustieres am einfachsten zu merken ist, ein sicheres Passwort sieht allerdings anders aus. „Verwenden Sie für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Jedes Passwort sollte mindestens 10 Stellen haben, Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthalten und möglichst sinnfrei sein“, rät Linnemann. Passwörter regelmäßig ändern erschwert Hackern die Arbeit außerdem.

2. Sensible Daten schützen

Sensible Daten sind zum Beispiel Passwörter, persönliche Identifikationsnummern (PINs) und Transaktionsnummern (TANs) für das Online-Banking, Addresse, Geburtsdatum. Speichert diese niemals irgendwo. Wann immer ihr diese Daten irgendwo online eingebt, solltet ihr immer darauf achten, dass die Website verschlüsselt ist und ein gültiges Sicherheitszertifikat hat.

3. Datensparsamkeit

Ja, wir sagen es nocheinmal: Speichert eure Passwörter nicht. Auch nicht, wenn euch euer Browser fragt, ob ihr euer Passwort speichern möchtet. Ihr solltet auch die Finger davon lassen Passwörter und andere sensible Daten in Sozialen Netzwerken zugänglich zu machen oder in E-Mails zu versenden. Linnemann nennt dies „Datensparsamkeit“.

4. Sicherheit der Webseite überprüfen

“Sie sollten auf die SSL-Verschlüsselung der Website bei der Eingabe von Daten achten“, rät Linnemann. Ob eine Website verschlüsselt ist und ein gültiges SSL-Sicherheitszertifikat hat erkennt ihr an dem Kürzel https:// in der Adresszeile, dem Schlosssymbol in der Leiste oder bei dem neuesten und noch sichereren EV-SSL-Zertifikat an der grünen Einfärbung der Adresszeile. Mit einem Doppelklick auf das Schlosssymbol könnt ihr das Zertifikat der Webseite überprüfen.

5. Vertrauenswürdigkeit des Online-Anbieters

“Das Wichtigste ist, dass Sie dem Anbieter vertrauen können“, meint Linnemann. Das könnt ihr, wenn die Website auf der ihr sensible Daten eingeben sollt eine Sicherheitsverschlüsselung hat. Ansonsten kann es auch helfen einfach mal die Adresse des Unternehmens zu googlen oder dort anzurufen – geht nur ein Anrufbeantworter ran, kann das schon verdächtig sein. Und zu guter Letzt gibt es auch viele Verbraucherforen, in denen Kunden über ihre Erfahrungen berichten. Vor einer Buchung außerdem die Bedingungen für die Buchung genau prüfen, also AGBs lesen!

6. Computer wappnen

Jeder Computer sollte immer eine Firewall und ein aktuelles ein Antivirenprogramm installiert haben. Außerdem solltet ihr regelmäßig euren Browser und das Betriebssystem aktualisieren. Dadurch könnt ihr Schlupflöcher stopfen, bevor es zum Datenklau kommt. Denn „die meisten Angriffe passieren über bekannte Sicherheitslücken in nicht aktuellen Anwendungsprogrammen“, erklärt Linnemann.

7. Eingeschränktes Benutzerkonto

Die meisten PCs haben nur ein Benutzerkonto mit allen Administrator-Rechten, in dem alle Einstellungen geändert und neue Software installiert werden kann. Ihr auch? Dann könntet ihr euch ein gesondertes Benutzerkonto nur für das Surfen im Internet einrichten. Dieses sollte dann nur eingeschränkten Zugriff und zum Beispiel keine Installationen von Software ermöglichen. So kann sich auch kein Virus ausbreiten.

8. Nur vom eigenen Rechner

Nachdem ihr euren Computer nun schon so Betrugs-sicher gemacht habt, wäre es zu schade, ihn nicht zu nutzen. Nur so habt ihr die Kontrolle über die Sicherheit eurer sensiblen Daten. Im Internetcafe ist das nicht so. Also Finger weg von irgendwelchen wichtigen Transaktionen an öffentlich zugänglichen Computern.

9. Nicht auf Online-Tricks reinfallen

Leichter gesagt als getan? Nein, ist es nicht. Wenn etwas auch nur das geringste bisschen verdächtig aussieht, ist es das wahrscheinlich auch. „Gesunden Menschenverstand nutzen“, sagt auch Linnemann. Niemals auf einen Link in einer nicht angeforderten Email von einem fremden Absender klicken. Niemals einen dubiosen Anhang öffnen. Auch wenn die Email aussieht als ob sie von eurer Bank oder Paypal oder Lufthansa kommt solltet ihr Vorsicht walten lassen. Insbesondere wenn Konsequenzen wie die Kontosperrung angedroht werden, solltet ihr diese Emails am besten ignorieren. (Wenn euch das schlaflose Nächte bereitet, warum nicht kurz bei dem Unternehmen anrufen und nachfragen?)

Außerdem solltet ihr sensible Daten niemals auf einer Website eingeben, wenn ihr über einen Link in einer nicht erwarteten Email dazu aufgerufen werdet. Seriöse Unternehmen würden niemals einfach so wichtige Daten per Email abfragen.

Ganz besondere Vorsicht auch bei Gewinnbenachrichtigungen: Die traurige Wahrheit ist, dass ihr höchstwahrscheinlich nichts gewonnen habt.

10. Zahlungslimits oder Prepaid-Karten

Um einen eventuellen Schaden zumindest so weit wie möglich einzugrenzen könnt ihr bei eurer Bank eine Grenze für tägliche Geldbewegungen beim Online-Banking für euer Konto einrichten. Oder ihr verwendet einfach eine Prepaid-Karte für eure online Reise-Buchungen. Dann kann im allerschlimmsten Ernstfall nur so viel abgebucht werden, wie auch auf der Karte vorhanden ist. (Wobei eigentlich nichts passieren sollte, wenn ihr euch an die Punkte 1 bis 9 gehalten habt.)

Weitere Informationen im Buch „Sicher im Internet – Tipps und Tricks für das digitale Leben“ von Markus Linnemann.

Cheapflights Media Ltd

Aktualisiert April 2012

 
 
Katharina Guderian
Städtetrip nach Beirut, Freiwilligenarbeit mit Koalas in Australien, Bergsteigen auf dem Chimborazo in Ecuador – schlagt was vor, Katha ist dabei. Und weil einfach „nur“ Reisen nicht genug ist, hat die deutsche Journalistin, Fotografin und Marketing-Expertin auch schon in Miami, New York und Buenos Aires gelebt und arbeitet jetzt für die Momondo Group in London.