Top Tipps für’s Fliegen mit Haustieren
Ab 2012 werden Reisebestimmungen für Haustiere gelockert
Online ein Flugticket buchen, Bordkarte ausdrucken, Tasche packen und los geht’s – wenn ihr ein Haustier mit in den Urlaub nehmen wollt, geht das nicht so einfach. Das Tier muss angemeldet werden, braucht einen Pass und zahlreiche Gesundheitsvorsorge-Maßnahmen müssen getroffen werden.
Ab dem 1. Januar 2012 sollen jetzt zumindest die Einreisebestimmungen für Großbritannien, Nordirland, Irland, Schweden und Malta gelockert werden, die Tollwutantikörperbestimmung fällt dann nämlich weg. Für Schweden ist außerdem ab dem neuen Jahr eine Bandwurmbehandlung nicht mehr nötig, und in Großbritannien, Nordirland und Malta fällt die Behandlung gegen Zecken weg. Genauere Informationen zu den Änderungen der Reisebestimmungen für Haustiere in der EU werden gegen Jahresende bekannt gegeben.
Nichts desto trotz kann das Reisen mit Haustieren einige Nerven kosten, wenn nicht an alles gedacht und die Flugreise gut geplant wird. Wenn ihr unsere Topp Tipps für das Fliegen mit Tieren beachtet, solltet ihr aber eigentlich auf alles vorbereitet sein und einen ganz entspannten Flug mit euren Lieblingen genießen können.
1. Kosten kalkulieren
Mit Haustieren zu fliegen – egal ob sie mit in die Kabine dürfen, oder im Frachtraum transportiert werden müssen – kann sehr schnell sehr teuer werden. Fast jede Fluggesellschaft verlangt dafür eine andere Gebühr, also bevor ihr euren Flug bucht diese Kosten recherchieren und mit in den Preis des Flugtickets einberechnen, bevor ihr bucht. Lufthansa verlangt zum Beispiel ab 35 Euro für einen Flug innerhalb Deutschlands, Airberlin verlangt ab 30 Euro pro Kurz- und Mittelstrecke, und Vorsicht: Ryanair und Easyjet transportieren gar keine Tiere.
2. Airline anrufen
Bei einem persönlichen Gespräch könnt ihr nochmal ganz genau die Transport-Bestimmungen erfragen und rückbestätigen, dass euer Haustier für den Flug auch gebucht ist. Bei manchen Airlines könnt ihr die Tiere sowieso nur telefonisch vorher anmelden. Die meisten Fluggesellschaften haben nur beschränkt Platz für Tiere, also das Haustier unbedingt so bald wie möglich anmelden und nochmal 24 bis 48 Stunden vor Abflug rückbestätigen.
3. Ernstfall üben
Wenn ihr noch nie mit eurem Tier geflogen seid, dann solltet ihr unbedingt vor dem Flug ausprobieren, wie es auf Bewegung und Menschen-Massen reagiert. Wenn ihr in einer Stadt lebt, solltet ihr es eurem Haustier in seiner Transportbox bequem machen, und es dann in den Bus oder die U-Bahn mitnehmen. Ansonsten könnt ihr zumindest die ungewohnte Bewegung gut im Auto simulieren. Beruhigungsmittel können hoch über den Wolken für Tiere lebensgefährlich werden, also euren Liebling so gut es geht an die Situation gewöhnen, so dass diese nicht nötig sind.
4. Tierarzt besuchen
Die Bestimmungen für Impfungen und Gesundheitsvorsorge variieren zwar nach Zielland und Fluggesellschaft, ein Besuch beim Tierarzt schadet aber auf keinen Fall. So könnt ihr sicherstellen, dass die medizinischen Unterlagen eures Haustiers ganz aktuell sind – und ihr könnt euch einen kleinen Notfallkoffer für die Reise zusammenstellen lassen. Manche Fluggesellschaften wie United verlangen außerdem ein Gesundheitszertifikat, das nicht älter als 30 Tage sein darf.
5. Transportbehälter einrichten
Euer Haustier solltet ihr niemals einfach nur in den kleinen Transportbehälter quetschen, in dem sie als kleines Fell-Bündel bei euch ankamen. Egal wie kurz der Flug ist. Ihr solltet euch auf alle Fälle eine Transportbox besorgen, die dem Tier genug Raum lässt auch aufzustehen ohne sich den Kopf anzustoßen. Auch hier haben die Airlines unterschiedliche Auflagen. Ein absolutes Muss sind aber Futter- und Wassernapf und eine bequeme Unterlage. Wenn ihr außerdem das Lieblings-Spielzeug mit in die Box legt, fühlt sich euer Tier sicher auch gleich wohler.
6. Identifikation anbringen
Mikrochips oder tätowierte ID-Nummern sind bei den meisten Fluggesellschaften sowieso Pflicht. Allerdings ist es auch ratsam, sowohl das Tier als auch den Transportbehälter, zu kennzeichnen. Auf den Anhänger gehören Flugnummer, Name des Tieres, Name des Halters, Kontaktinformation und eine erreichbare Telefonnummer.
7. Am Vortag austoben lassen
Am Tag vor der Reise mit dem Hund einen extra langen Spaziergang machen, und mit der Katze ein paar zusätzliche Runden Wollknäul-jagen spielen. So sind sie dann am nächsten Tag ausgepowert und sollten die Reise etwas entspannter und ruhiger angehen können.
8. Übelkeit vorbeugen
Ein bisschen aufregend ist der Flug für Tier und Halter wahrscheinlich in jedem Fall, egal wie gut ihr vorbereitet seid. Natürlich könnt ihr Leckerli und Futter für die Reise einpacken, ihr solltet aber vermeiden, das Tier kurze Zeit vor dem Start und der Landung zu füttern. Sonst kann die Aufregung schnell in Übelkeit umschlagen.
Cheapflights Media Ltd
Oktober 2011